Archiv für Kategorie "Sonstiges"

Vom Sprechen und anderen Fähigkeiten

Erstellt von perdian in Sonstiges am November 21st, 2011

Jeden Tag insgesamt fast zwei Stunden auf dem Arbeitsweg in mehr oder weniger fließendem Verkehr zu verbringen kann auch seine Vorteile haben: Ich komme seit Anfang des Jahres endlich wieder dazu regelmäßig die verschiedensten Podcasts zu hören – oder eben manchmal auch nicht zu hören, womit wir schon mittendrin im Thema wären.

Dass nicht jedem flüssiges und angenehmes Sprechen in die Wiege gelegt worden ist dürfte weitestgehend bekannt sein. Dennoch stelle ich mir immer wieder die Frage: Wieso lässt man trotzdem immer wieder Moderatoren und Gesprächsgäste vors Mikrofon, die klar erkennbar wahrscheinlich besser in der schreibenden Zunft aufgehoben wären? Ernsthaft: Wenn ich mir im Radio (oder eben im aufgezeichneten Podcast) eine Gespräch von einer halben Stunde und mehr anhöre, dann möchte ich vor allem eins: Unterhalten werden. Dazu gehört an allererstes Stelle eine angenehme Sprechweise. Wer in jedem Satz dreimal “Eeehhmmm” oder “Öööööhm” einbaut fällt dabei ebenso aus dem Raster wie derjenige, der mit Floskeln wie “also irgendwie” oder “im Prinzip” allzu verschwenderisch umgeht.

In diesem Sinne: Bitte, liebe Redaktionen des öffentlich rechtlichen Hörfunks: Mögen die Gesprächspartner auch noch so interessante Dinge zu erzählen haben – wenn sie es nicht schaffen das halbwegs vernünftig auszudrücken, dann überlegt euch einmal, ob man nicht dann  lieber eine halbe Stunde angenehme(re) Musik laufen lässt.

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Schnapszahl

Erstellt von perdian in Sonstiges am Oktober 7th, 2009

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We choose to go to the moon

Erstellt von perdian in Sonstiges am Juli 17th, 2009

Als wäre man nochmal quasi-live mit dabei:

http://www.wechoosethemoon.com/

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Harte Arbeit

Erstellt von perdian in Sonstiges am Juni 26th, 2009

Nun ist der King of Pop also tot – und die Medium überbieten sich gegenseitig mit sentimentalen Meldungen. Sei’s drum. Interessant aber folgender Kommentar zu Michaels Tagesablauf:

“Er arbeitete sehr hart. Er übte hier vier Tage pro Woche. Sechs Stunden am Tag”

Wow! Sechs Stunden am Tag! Vier Tage die Woche! Das sind ja ganze 24 Stunden in der Woche. Was macht dann der durchschnittliche Angestellte mit einer 40 Stunden Woche? Ultrahart arbeiten? Bis an die Grenzen des Machbaren gehen? Bestimmt!

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Knowledge at your fingertips, Teil 2

Erstellt von perdian in Sonstiges am Juni 25th, 2009

Es ist erfrischend zu sehen, wieviel Spaß manch ein Professor offensichtlich (immer noch) an und in seinen Vorlesungen hat. Von der Sorte Mensch wünscht man sich mehr!

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Zensursula Reloaded

Erstellt von perdian in IT Adventures, Sonstiges am Juni 22nd, 2009

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Kommunikation 2.0

Erstellt von perdian in Sonstiges am Februar 23rd, 2009

Seltsame Welt. Gerade im Internetradio gehört:

“Hallo, hier ist der X und ich grüße mal die Y, mit der ich gerade telefoniere”

Über wieviele Kanäle muss man sich heute eigentlich gleichzeitig unterhalten um nicht als altmodisch zu gelten?

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Direkt wirkt am besten

Erstellt von perdian in Sonstiges am Dezember 3rd, 2008

Manchmal muss man den Leuten eben ganz direkt sagen, was Sache ist. So zum Beispiel am Flughafen Schiphol, Amsterdam:

Mister ${name}, traveling to ${destination}, you are delaying the flight!
Please report to gate ${number} immediately. We will proceed to offload your luggage.

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Nachwuchskräfte

Erstellt von perdian in Sonstiges am Juni 18th, 2007

Nun dürfen wir ja – Spiegel TV und Konsorten sei dank – im Fernsehen immer wieder über Ausbildungen, Auswahlseminare und alles, was es sonst noch im großen weiten Feld des Joblebens zu berichten gibt teilhaben.

Vor ein paar Wochen war es wieder soweit: Ein angebliches Top-Institut für die Ausbildung von jungen Hotelfachkräften (selbstverständlich für die gehobene Gastronomie und nicht für irgendwelche Wald- und Wiesenrestaurants gedacht) öffnete seine Türen für die Kameras und ließ uns an der Ausbildung des aktuellen Jahrgangs teilnehmen. Nun gut, dass man einen gewissen Hang zum Masochismus mitbringen muss um sich in solch eine Umgebung einzufügen war ja zu erwarten.

Doch was bringt junge Menschen anfang zwanzig dazu sich ihr komplettes Leben vorschreiben zu lassen? Zimmerkontrollen in Oberlehrermanier, ein nicht abschließbares eigenes Zimmer, in dem man immer vor unangemeldeten Besuchen des Direktors auf der Hut sein muss, festgelegte Zeiten, zu denen man Abends im Hause zu sein hat – sowas hatte ich das letzte Mal im sechsten Schuljahr auf einer Klassenfahrt.

Ist für viele “Ich-will-unbedingt-was-im-Hotel-machen” Ameisen denn wirklich die Aufgabe der eigenen Privat- und Intimsphäre ein Opfer auf dem Weg zum (zweifelhaften) Erfolg? Oder vielleicht nur der nächste Schritt um sich vor der eigenen Verantwortung zu drücken und weiterhin in einer Scheinwelt zu leben, wo alles vorgekaut und vorgeschrieben wird?

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Gut versichert?

Erstellt von perdian in Sonstiges am November 30th, 2006

Es ist schon interessant, was für ein Verständnis von Kundenservice manche große deutsche Versicherung hat. Doch fangen wir ganz vorne an: Wie jedes Jahr, so ist es auch diesen November wieder soweit: Die KFZ-Versicherung wird verglichen, ob sich nicht vielleicht ein günstigerer Anbieter findet.

Und siehe da: Ein erster Schnellvergleich zeigt, dass mein Beitrag von momentan knappen 630 EUR auf gute 300 EUR sinken kann (das alleine ist schon verwunderlich genug). Um mir die Arbeit zu ersparen mich auf jeder Seite wieder durch die gleichen Informationen und Berechnungen zu wühlen habe ich eine E-Mail mit alle Daten über mich und mein geliebtes Auto zusammengestellt und an ungefähr 20 Versicherungen geschickt.

Hierbei zeigte sich bereits die erste Schwierigkeit: Ein Kontakt Menüpunkt ist auf so gut wie allen Seiten verfügbar, bis man jedoch endlich dort angekommen ist, wo man die E-Mail tatsächlich verschicken kann sind die Pinguine längst mit ihrer Wanderung fertig geworden.

Nun gut. Alle Nachrichten waren verschickt, es trudelten die ersten Antworten ein. Doch wer nun glaubt es stände schwarz auf weiß ein Betrag da, der hat noch nie mit Versicherungen zu tun gehabt. Grob geschätzt 80% der Antworten bestanden aus der simplen Antwort “Bitte rufen Sie uns zu diesem Thema an” – mal mehr, mal weniger ausführlich verpackt.

Da stellt sich schon die Frage: Warum sollte ich das tun? Wenn ich per E-Mail eine Anfrage stelle erwarte ich auch per E-Mail eine Antwort auf eben diese – wäre mir telefonischer Kontakt lieber gewesen, so hätte ich direkt zum Höhrer gegriffen.

Einige wenige weitere Antworten beschränkten sich auf “Bitte füllen Sie die Formulare auf unserer Webseite aus und entnehmen Sie Ihren Beitrag am Ende der Berechnung”. Man hätte auch schreiben können “Wir haben unseren Service soweit heruntergeschraubt, dass unsere Mitarbeiter nicht einmal mehr in der Lage sind die einfachsten Berechnungen durchzuführen und dem (potentiellen) Kunden das Ergebnis mitzuteilen.

Die interessantes Antwort jedoch war ein Fragebogen indem bis auf ein paar Kleinigkeiten alle Angaben, die ich in meiner Ursprungs-E-Mail bereits getätigt hatte noch einmal abgefragt wurden und von mir an die Versicherung zurück geschickt werden sollten. Nun bin ich ein sehr geduldiger Mensch, aber hierbei konnte ich mir einen spitzen Kommentar in meiner Antwort (in der Art “werden E-Mails in Ihrem Hause überhaupt aufmerksam von Anfang bis Ende gelesen?”) nicht verkneifen. Das Ergebnis war – wie zu erwarten – ebenso floskeldurchsetzt wie bereits die erste Nachricht. Selbstverständlich müsse ich nur die fehlenden Angaben einfügen – den Rest hätte man ja bereits vorliegen. Aha. Weder war hiervon etwas in der ersten Antwort zu lesen gewesen, noch scheint man also die Notwendigkeit zu sehen eben diese Angaben kurz aufzulisten.

Wer bei der Kundengewinnung schon derartig schlampig vorgeht, bei dem mag ich mir die Behandlung eines Schadens überhaupt nicht erst vorstellen.

Es gab natürlich auch zwei positive Ausnahmen, die nicht unerwähnt bleiben sollen: Die HUK24 und die DEVK konnten mit den von mir gemachten Angaben ein Angebot berechnen und gingen auch noch ausführlich auf vorhandene Zusatzfragen ein.

Es geht also auch anders.

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Irgendwas mit Computern, Teil 4

Erstellt von perdian in Sonstiges am November 10th, 2006

Ein gutes Allgemeinwissen scheint heute nicht mehr besonders hoch auf der Prioritätenliste zu stehen. Wissen überhaupt scheint ein wenig aus der Mode gekommen zu sein. Hermine Granger ist ja sowas von out. Es soll tatsächlich Leute geben, die nach zwanzig Jahren auf diesem Planeten noch niemals freiwillig ein Buch gelesen haben – wer wundert sich da noch, dass von Personalchefs durch die Bank bescheinigt wird, dass immer mehr Ausbildungsstellen nicht besetzt werden können, weil die Bewerber selbst grundlegendste Lese- und Rechenkenntnisse nicht mehr besitzen?

Ein wundbares Beispiel habe ich selbst vor einiger Zeit beim Friseur erlebt. Nun finde ich es generell schon furchtbar, wenn mir als Kunde dort ein derartig belangloses Gespräch aufgezwungen wird, dass jeder Smalltalk dagegen große Literatur wäre. Nun gut. Nachdem ich mich also mehr oder weniger freiwillig als Software-Entwickler “geoutet” hatte sah ich ein paar großer Augen und durfte mir folgenden wissenden Kommentar anhören.

“Software-Entwickler… aha… da macht man doch bestimmt auch viel mit Computern, oder?”

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